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PRESSE

 

 


Pressestimmen

[…] Roland Altherr schwärmt in Mundart vom Grossvater und rappt englischfranzösischitalienisch. Martin Baumer parliert chinesisch und gemeinsam inszenieren sie ein Volks(partei)-Tribunal als Chasperli-Theater: Politkabarett der Extraklasse. Der gehörlose Franco Scagnet forscht nach Tönen und Hans-Peter Dörig nach Rhythmen, während Gitarrist Massimo Schilling zusammen mit dem Leiter, Heinz Büchel am Bass, den Groove anwirft. Musik, das Ur-Element der sechs Männer, ist hier ein Freefreejass der achtsamsten Art.
St. Galler Tagblatt zum Auftritt mit Putsch in der Grabenhalle

[…] Sie sind anders. Die sind schräg. Sie sind aussergewöhnlich. Sie sind die „Die Regierung“. Eine Band, die eine ungeheure Faszination auf ihr Publikum auszuüben vermag. Dies nicht durch den Umstand, dass es sich um 5 Männer mit einer geistigen respektive körperlichen Behinderung handelt – plus einem „normal Behinderten“, wie sich Heinz Büchel, Bassist, Initiator und Betreuer der „Regierung“ einmal selbst bezeichnete -, sondern aufgrund des einzigartigen und schrägen Sounds, mit dem das Publikum von der „Regierung“ konfrontiert wird. Ein Sound, der zuerst überrascht, dann gefangen nimmt und nicht mehr loslässt. So auch am Wochenende im Oltener Theaterstudio, wo „Die Regierung“ ihr neues Programm „Putsch“ präsentierte.
Philipp Wyss zum Auftritt mit Putsch Theaterstudio Olten

[…] Nach einer Improvisation mit der Regierung trat diese in ein eigenes Set und entfaltete ihre Wunderkräfte in der simpelsten aller wirkungsvollsten Arten, Musik zu machen: sie einfach kommen zu lassen. Martin Baumer, „die Närrin“ (www.die-regierung.ch), sang wie ein Appenzeller Muezzin im Duo mit dem Blues grummelnden Roland Altherr. Massimo Schilling haute die klassischen Jazz-Akkorde aus den Saiten, machte Gypsy-Swing im Post-Rock-Zeitalter. Dann tat sich die Regierung mit der Brassband Bürgermusik zur Improvisation zusammen ein Novum für die Brassband. Die Begegnung ging allen unter die Haut.
Pirmin Bosshart zum Auftritt im KKL.

[…] Man wird von den Geschichten der Regierung mitgetragen, erfährt, dass der Grossvater von Heinz Büchel Landwirt gewesen ist, jener von Roland Altherr einen Deutz als Postauto bewegt hat, dass Roland den Grossvater von Heinz gern gehabt hatte, selbst wenn er ihn gar nicht gekannt hat. Es sind feine, mit sensiblem Humor mutig erzählte Geschichten, keine Schenkelklopfer. Ein Schmakerl auch die hitzige Diskussion in einem babylonischen Sprachmix, bei der sich – obwohl sprachlich definierbar – der Inhalt nur erahnen lässt. Dazwischen reihen sich visuelle Effekte so natürlich ein, dass dem Putsch schliesslich ein Riesenerfolg beschert ist. Das in grosser Zahl erschienene Publikum zeigte sich überwältigt. Selbst im Anschluss an das Konzert wurde klar, dass die Regierung einfach als Band gesehen werden möchte. Das Schöne daran ist, dass man dabei gar keine andere Wahl hat. Selbst wenn diese Regierung nicht demokratisch gewählt wurde, besitzt sie doch so viel Überzeugungskraft, dass man ihr gerne folgt.
Christian Köppel zum Auftritt im alten Zeughaus in Herisau

[…] Die schon vom Film bekannte „Regierung“ (Roland Altherr, Martin Baumer, Massimo Schilling, H.-U. Tischhauser, Heinz Büchel, H.-P. Dörig, Franco Scagnet) eröffnete den Reigen der Aufführungen. Ihr Auftritt stand quer in der Landschaft und war wirklich ein Experiment an diesem Festival der Experimente. Nicht nur hielten sich die Musiker am striktesten, das heisst am freiesten an die Grundregel der freien Improvisation – keine Regeln! – und brachten neben einem atonalen Zäuerli schon auch mal eine Polka oder einen Blues. Sie kommen aber als Musiker (und als Menschen) aus einer etwas anderen Welt, in der der Wille des Künstlers zur Kunst nicht den gleichen „Regeln“ gehorcht wie bei „Normalsterblichen“.
Daniel Rüegg zum Taktlos Festival 2001
 
 
     
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